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Ein optimistischer Sumsi-Tag

Sssssehr geehrte Damen und Herren, ich wünsche einen wundervollen Tag. Mein Name ist Sumsi mit Po und die einen oder anderen kennen mich eventuell bereits aus einem eigenen Lied über mich! Für alle die mich nicht kennen, ich bin eine Biene, viele sagen, mein Popo ist groß, und ich bin egal um was es geht sehr zuversichtlich oder anders ausgedrückt: OPTIMISTISCH!

Da ich davon gehört habe, dass Anna (eine gute Freundin von mir) diesen Blog angefangen hat zu schreiben, habe ich mich direkt angeboten, mal hier etwas zu hinterlassen, damit ihr mich neben Annas Beschreibung in dem Lied Sumsi mit Po noch genauer kennenlernt und noch besser: direkt durch mich selbst. Ihr müsst wissen? ich habe einen sehr geregelten Alltag, aber bevor ihr jetzt denkt mein Leben sei langweilig, lest doch besser erst diesen kleinen Eintrag, um euch ein passendes Bild zu machen. 😉 

Als ich so in meinen Bienenstock saß und überlegt habe was ich euch erzählen kann, kam mir eine klasse Idee. Ich nehme euch heute einen ganzen Tag mit, vom Bienenstock bis auf die Blumenwiese, ihr seid live mit dabei! Ist das nicht sssssssuper (entschuldigt die zeitweisen Summer, Biene halt, hihi).

Ohne weiteres Gesummsel fangen wir doch direkt mal an. Viel Spaß meine lieben Sssssummer.

Morgens, 5:00 

Schon so spät?! Es wird Zeit die Pollenpuschen anzuziehen (die hab ich ganz neu aus dem Brummer – Store) und mich auf den Weg in meine kleine Küche zu machen. Ihr erwartet bestimmt, dass eine Bienenwohnung relativ klein und schnuckelig ist. Aber euch sei gesagt, mit einem dicken Popo braucht man ein bisschen Platz, ich will schließlich durch die Türen passen, nicht wahr?

Zurück zur Geschichte. Ich mache mir jeden morgen einen frischen Tropfen Tau in meinen Becher, um mir Energie für den Tag anzusaugen. Dazu gibt es einen leckeren Brotkrümel mit Honig, und dann geht’s auch schon ins Bad. Zu meiner täglichen Routine gehört Stachelputzen, Fühler polieren und natürlich Honig gurgeln. Fit und frisch wie man um 5:30 morgens nur sein kann, mache ich mich dann auf den Weg zur Arbeit. Ihr müsst euch das Ganze folgendermaßen vorstellen: ich arbeite in einem großen schönen Gebäude, ein Teil davon ist meine Wohnung, und in diesem großen Gebäude wohnen auch noch ganz viele andere Bienen mit mir zusammen. Bevor ihr jetzt fragt, ich kenne zwar sehr, sehr viele von ihnen aber alle kenne ich nicht. Ihr kennt ja auch nicht jeden Menschen auf der Erde, oder? (Auch wenn es sicherlich total cool wäre!) 

Morgens, 6:00

Von einem riesigen Balkon aus, nach einem ausgiebigen Flügeldehnen, machen wir alle einen Testbrummer mit unseren Flügeln, und dann geht es auf die Blumenwiese!

Der Weg ist wundervoll. Jeden Morgen sehe ich so viele Hunde, Katzen, Menschen und viele meiner Insektenfreunde. Ich komme jeden Morgen an einem riesigen Apfelbaum vorbei, und in den Äpfeln sitzen einige Würmer namens Tom, Tommy, Timothy, Timo und viele mehr. Das ist eine lustige Truppe, das sag ich euch. Mit all diesen rosa Nudeln spiele ich einmal in der Woche Bingo, bei Elma der Elster im Bau. 

Auf der Hundewiese treffe ich dann meine Fliegentruppe. Fanny, Fauna und Farina sind einfach klasse und ebenfalls sehr gute Freunde von mir. Was sie auf dieser Hundewiese tun, möchte ich nicht genau ansprechen; ich weiß ja nicht, ob jemand von euch grad am Essen ist, aber lecker ist das auf jeden Fall nicht unbedingt. Anders als von Fliegen erwartet, haben diese drei F´s ihre Geschmacksnerven allerdings auch auf einige leckere Honiggerichte ausgeweitet. Somit sind wir öfter mal in Bee – City zum Essen unterwegs.

Ich könnte noch den ganzen Tag weitererzählen von meinen Freunden, aber ich denke, das würde alles zu lange dauern, also lassen wir das und fliegen weiter.

Später Vormittag, 10:00

Nach einem Gespräch hier und einem Pläuschchen da hab ich es dann auch mal auf die Blumenwiese geschafft und mache mir einen entspannten Arbeitstag mit den anderen. Ihr müsst verstehen, wir Bienen sind was das Arbeiten angeht anders als zum Beispiel die Faultiere. Wir wollen viel herumfliegen und viel tun, uns macht das Spaß, und wir können uns damit auch lange beschäftigen. Mancher würde vielleicht sagen, die Arbeit wäre ein bisschen eintönig. Dazu kann ich nur sagen, wenn man so ein paar Liter Nektar am Tag durch die Gegend fliegt, kriegt man schon ganz viele Muskeln, also stark wird man auf jeden Fall! Und man macht es ja nicht alleine, sondern mit vielen weiteren Brummern. Manchmal singen wir ein Lied dazu (ratet mal welches), und die Arbeit ist total klasse.  Ich würd euch ja empfehlen, das Nektarschleppen selbst mal auszuprobieren aber ich denke die meisten von euch sind dafür ein bisschen zu groß. Aber das Singen könnt ihr ja mal ausprobieren, wenn ihr Lust habt. 😀

Neben den Muskeln hat die Arbeit noch andere gute Seiten, ich habe immer Bienen um mich herum, kann viel plaudern (wie vielleicht schon vorher aufgefallen ist, reden tue ich gerne und kann es auch ohne Punkt und Komma…) und oft fühle ich mich wie eine Zauberbiene. Warum das so ist, kann ich euch leicht erklären. Wenn ich den Nektar schleppe und zwar von der Blume hinein in meinen Bienenrucksack, passiert noch etwas anderes. An manchen Stellen meines Körpers bin ich super flauschig (kommt daher dass ich immer eine Honig – Spülung benutze, die ist klasse!), und dadurch nehme ich, wenn ich den Nektar aus der Blume hole, ganz viele kleine Körnchen in meine Härchen auf. Keine Sorge, das ist kein Dreck, das sind Pollen. Und da ich so schnell fliegen kann wie eine Rakete, verteile ich diese Pollen üüüüüüberall wo ich lang fliege. Das Tolle ist, dass oftmals durch diese Pollen später neue Blumen entstehen und die ganze Wiese bunt wird.

Also wenn das keine Magie ist… 

Mittlerweile, langes Nektarschleppen später, 16:00

Ich hab den Weg nach Hause jetzt mal übersprungen, den kennt ihr ja jetzt mittlerweile schon. Jetzt grad bereite ich den Kaffeetisch vor, meine Eltern und meine Geschwister wollen gleich noch vorbeikommen und mit mir zusammen ein Kuchen trinken und einen Kaffee essen, ach ne andersherum. 😉 Wie auch immer, ich decke also grad den Tisch, es gibt natürlich Bienenstich (keine Sorge tut nicht weh, ist nur Kuchen), das gute Besteck (wie zu erwarten in schwarz gelber Farbe)  und für alle, die keinen tropfen Kaffee trinken wollen, einen Kakao oder eine heiße Milch mit Honig… oder halt nur Honig.

Nachmittag, 16:30

Meine Familie ist da, meine Mama Sssssusanne, mein Papa Sssssebastian, meine Geschwister Ssssabrina und Sssssseppel und meine Oma Ssssieglinde (ich habe die Namen jetzt mit der richtige Betonung aufgeschrieben, deswegen die vielen „S“) . Wir haben grad angefangen zu essen, die Laune ist ganz oben. Ist aber auch nicht anders zu erwarten, wenn es Kaffee bei einer Biene namens Sumsi mit Po gibt, oder? Wenn ihr mich entschuldigt, die Zeit würde ich jetzt gerne mit meiner Familie verbringen und melde mich danach bei euch! Vielleicht habt ihr ja jetzt selbst Lust auf einen Krümel Kuchen? Oder halt ein ganzes Stück, wenn ihr das schafft!

Abend, 18:00

Sooooo, da melde ich mich schon wieder. Ich sitze grad noch etwas auf dem Wabenbalkon mit genauem Blick auf die schöne Wiese, auf der ich heute so viel getan habe. Zum Essen hab ich mir ein paar Blütenblätter mit Honigsauce geröstet. Ich finde, das ist das Schönste am ganzen Tag. Abends auf dem Balkon zu sitzen, eine Kleinigkeit zu essen und dabei die Wiese zu betrachten. Die vielen Blumen, die Gewissheit, dass auch meine Freunde, die in der Nähe der Wiese oder auf der Wiese wohnen, jetzt aus ihrem Apfel, ihrem Baum, ihrer Blume gucken und die Gegend beobachten. 

Abend, 19:00 

Jetzt hab ich mir noch mein Lieblingsbuch geholt, um noch etwas zu lesen. Ich weiß natürlich nicht, ob euch die Biene, um die es in diesem Buch geht etwas sagt, hier bei uns ist sie eine absolute Berühmtheit. Sie heißt Biene Maja, und ich bin ihr größter FAN! Es heißt sogar, sie habe mal hier in der Nähe in einem benachbarten Bienenstock gewohnt und auf der selben Wiese gearbeitet wie ich!!! Ist das nicht total krassssss? Ich will ja jetzt nicht angeben, aaaber ich habe sogar mal eine Biene gesehen, die sah genausssso aus wie Maja. Also natürlich bin ich nicht ganz nah hingeflogen, aber woooow, das war vielleicht was. Ich merke, ich schweife schon wieder ab. Brabbelbiene halt. 

Nachdem ich ein paar Kapitel gelesen habe, merke ich auch schon, wie mir langsam die Augen schwer werden… Wenn ich den ganzen Tag gearbeitet habe, bin abends immer schnell müde aber auch voller Vorfreude auf den nächsten Tag! Aber vielleicht ist es bei euch ja ähnlich. Und wenn nicht? dann versteht ihr ja vielleicht trotzdem, wie ich das meine. 🙂

Abend, 20:00

Und nun folgt, meine Damen und Herren und Jungs und Mädels und Bienen und Bieninnen und wer das sonst noch so liest, der gleiche Ablauf wie heute morgen. Stachel putzen, Fühler polieren und Honig gurgeln. Dann ziehe ich mein aus Flieder gepresstes Nachthemd an und mache mich, natürlich in Pollenpuschen, auf den Weg in mein Bett.

Jetzt wird es langsam Zeit, mich zu verabschieden. Mein Tag war lang, voller Erfahrungen und viel, viel Honig. Ich gehe jetzt schlafen und freue mich auf einen neuen Tag auf der Wiese, auf die Blüten die ich heute vielleicht gezaubert habe und auf tolle Gespräche mit meinen Freunden.

Macht euch noch einen schönen Abend und geht nicht zu spät ins Bett. Ausgeschlafen schafft man mehr! 

Habt einen wundervollen Tag, und wenn ihr vielleicht zwar keinen Nektar sammelt und keine Pollen verteilt, so versprecht mir trotzdem, dass ihr versucht, alles was ihr tut mit Freude und Spaß zu tun. Auch so Sachen wie Hausaufgaben oder Zimmer aufräumen… 

Also, bleibt immer schön optimistisch, ihr Brummer!

Eure Sumssssi mit Po. 

Written By: Jens-Henning

Jens-Henning schreibt die Musik zu den 2 B Gentle - Songs und kümmert sich um alles, was nicht auf der Bühne passiert.

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